Jugend musiziert 2017

Die Freunde Junger Musiker München e.V. stifteten im Rahmen des Bundeswettbewerbs “Jugend musiziert” 2017 einen Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro in der Kategorie „Bläser-Ensemble“, Altersgruppe V (17 und 18 Jahre). Ihn erhielt das Bläser-Duo Jakob Plag (Klarinette), aus Weimar und Lisanne Traub (Fagott), aus Neckarsulm.
Verbunden ist der Sonderpreis mit einem Engagement für eines der Hauskonzerte 2018 der „Freunde Junger Musiker.“
Der Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” hatte vom 1. bis 8. Juni in Paderborn stattgefunden. 2.700 Nachwuchsmusikerinnen und -musiker aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich dafür qualifiziert.

Mendelssohn-Bartholdy Hochschulwettbewerb 2017

Jedes Jahr im Januar findet in Berlin der Mendelssohn-Bartholdy Hochschulwettbewerb statt, in dessen Rahmen die acht Vereine „Freunde Junger Musiker“ einen Sonderpreis in Höhe von 4.000,- Euro auslobt. Mit dem Preis verbunden ist immer auch ein Engagement für je ein Hauskonzert in den acht Kreisen der FJM.
In diesem Jahr haben wir uns für die dritten Preisträger in der Kategorie Klaviertrio entschieden. Das „Gutfreund-Trio“ (Julian Fahrner, Violine, Bogdan Michael Kisch, Violoncello und Jens Adrian Fischser, Klavier) von der Musikhochschule Frankfurt a.M. wird bereits im kommenden Sommer am 20. Juni im Atelier Hamm für unseren Münchener Kreis konzertieren.
Seien Sie gespannt auf ein wunderbares Musikerlebnis mit diesen drei talentierten und sympathischen jungen Künstlern.

Gutfreund-Trio Preisverleihung FJM

Archiv

Mai 2016
53. Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” in Kassel

Den mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis der „Freunde junger Musiker München“ erhielt der 1998 in Tuttlingen geborene Johannes Ascher.
Johannes war im 53. Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” in der Kategorie „Violine solo“ mit einem 1. Bundespreis ausgezeichnet worden.
Verbunden ist der Sonderpreis der „Freunde junger Musiker“ mit einem Engagement für eines der Hauskonzerte. Johannes Ascher löst seinen Preis am 7. April 2017 bei einem Hauskonzert ein.

“Jugend musiziert”/Markus Kaesler

Von 12. bis 19. Mai hatte in Kassel der 53. Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” stattgefunden. Seit nunmehr drei Jahren loben die „Freunde junger Musiker“ im Rahmen des Bundeswettbewerbs einen Sonderpreis für einen herausragenden Nachwuchsmusiker aus. In diesem Jahr erhielt den mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis der „Freunde junger Musiker München“ der 1998 in Tuttlingen geborene Johannes Ascher. Johannes war im Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” in der Kategorie „Violine solo“ in der Altersgruppe der 17- und 18-Jährigen mit einem 1. Bundespreis ausgezeichnet worden. In dieser Altersgruppe hatten sich 77 Musikerinnen und Musiker beteiligt.
Verbunden ist der Sonderpreis der „Freunde junger Musiker“ mit einem Engagement für eines der Hauskonzerte. Wir freuen uns, Ihnen Johannes Ascher in der Saison 2017 vorstellen zu können.

2015 lobten die „Freunde junger Musiker“ München den mit 2.000 Euro dotierten Sonderpreis im Rahmen des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert in der Kategorie „Klarinette solo“ aus. Verbunden ist der Preis mit mit einem Engagement für eines der Hauskonzerte der „Freunde junger Musiker München“.

Den Sonderpreis erhielt die 15-jährige Luisa Gehlen aus Bornheim (Nordrhein-Westfalen). Sie absolvierte den 52. Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” in der Altersgruppe IV (14-15-Jährige) mit einem 1. Bundespreis und Höchstpunktzahl. In ihrer Altersgruppe hatten sich 36 Musikerinnen und Musiker beteiligt.

Für ihre hervorragende Leistung im Bundeswettbewerb “Jugend musiziert” wurde Luisa daraufhin von weiteren Stiftern ausgezeichnet: Neben dem Sonderpreis der Freunde junger Musiker München erhielt sie auch einen Sonderpreis, den die Deutsche Stiftung Musikleben an Teilnehmer mit Höchstpunktzahl vergibt. Darüber hinaus wurde sie als Stipendiatin in die Jürgen-Ponto-Stiftung aufgenommen.

Für das Jahr 2016 wurde der Sonderpreis bei “Jugend musiziert” auf 2.500 Euro erhöht. Die „Freunde junger Musiker“ loben ihn in den Kategorien „Streichinstrumente solo“, Mallets oder „Duo: Klavier und ein Blasinstrument“ aus.

Die »Freunde Junger Musiker München« beteiligen sich außerdem beim  Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin zusammen mit den sieben anderen Kreisen an einem von der Gesamtjury empfohlenen »Preis der Freunde Junger Musiker Deutschland«, der mit 3.000 Euro (Solo) oder 4.000 Euro (Ensemble) als Förderpreis vergeben wird. Anschlusskonzerte finden in Berlin, Bremen, Frankfurt am Main, Kassel, Köln-Bonn, Mainz-Wiesbaden, Meerbusch-Düsseldorf und München in den jeweiligen Kreisen statt. Der Sonderpreis 2016 in der Kategorie Streichquartett ging an das „Vision String Quartet“ aus Berlin.
Freunde Junger Musiker Deutschland

Sonderpreis 2012 an das Armida Quartett

Großer Andrang beim 61. ARD-Wettbewerb 2012: 480 junge Musiker bewarben sich in den Sparten Gesang, Streichquartett und Klarinette. Wir entschieden uns mit unserem Sonderpreis „Freunde Junger Musiker München e.V.“ für ein Streichqartett.

Von den elf angetretenen Quartetten wurden sechs zum Semifinale zugelassen, darunter das deutsche Armida Quartett (Martin Funda, Johanna Staemmler, Violinen, Teresa Schwamm, Viola, Peter-Philipp Staemmler, Violoncello), ein in allen vier Instrumenten ziemlich gleichrangig besetztes Ensemble. Neben einer wunderbar ausbalancierten Interpretation von Mozarts Quartett B-Dur, KV 589 war es wohl vor allem die furiose Gestaltung der schwierigen Auftragskomposition des estnischen Komponisten E.-S.Tüür „Lost Prayers“ (wofür das Quartett auch den Preis für die beste Aufführung dieses Stücks erhielt), die dem Armida Quartett zum Einzug ins Finale verhalf.

Zunächst hatte es dort in den drei anderen Finalisten aus Kanada, Südkorea und Frankreich durchaus ernstzunehmende Konkurrenten. Doch dann hoben sie sich mit den beiden Quartetten von L.v.Beethoven Nr.15, a-moll und B.Bartok Nr.4, Sz 91 hörbar von ihren Mitstreitern ab. Wie sie mit großer Innigkeit und Ruhe das Andante bei Beethoven musizierten und als Gegensatz dazu den Bartok’ schen Prestissimo-Satz atemberaubend hinfetzten – das ließ schon auf große Stilsicherheit und Souveränität der Gestaltung schließen. Die Jury vergab einen klaren 1. Preis ans Armida Quartett, von dem immer lebhaft Anteil nehmenden Publikum kam der Publikumspreis, dazu sechs Sonderpreise und der Preis der „Freunde Junger Musiker München e.V.“ von uns.

Wie wunderbar entspannt – nach diesem Preis-Regen! – die vier Künstler dann das Haydn-Quartett op. 76 Nr. 1 zu musizieren vermochten, konnten wir im Preisträger-Konzert erleben: ein mit ruhigem Atem gespielter langsamer Satz, ein freches Menuett und ein tänzerisch nach Schubert klingendes Trio! Spätestens jetzt spürte man, dass die Spielkultur und die souveräne Ausstrahlung des Quartetts der Meisterklassen-Schulung des weltberühmten „Artemis Quartetts“ zu verdanken ist, „das man, wenn man will, gleichsam durchhören kann“(Harald Eggebrecht, SZ).

Wir freuen uns schon sehr, „unsere“ Preisträger im November 2013 in einem kleineren, intimen Rahmen ganz exklusiv bei den Freunden Junger Musiker München erleben zu dürfen!

Maria Schottenhamel
Angela Stepan

Sonderpreis 2011 für den Pianisten Alexej Gorlatch

Auch 2011 haben die »Freunde junger Musiker München« beim 60. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München einen Sonderpreis ausgelobt. Der Wettbewerb wurde in den Sparten Oboe, Trompete, Klavier und Orgel ausgeschrieben. Wir haben uns für Klavier entschieden.

Unter den 55 jungen Pianisten, die beim Wettbewerb für die Sparte Klavier zugelassen wurden, fiel Alexej Gorlatch (geb. 1988 in Kiew/Ukraine, seit 1991 in Deutschland) schon ab dem 1. Durchgang auf. Im 2. Durchgang spielte er Beethovens Sonate op.110 mit großer Souveränität und Ruhe. Seine perfekt gewählten Tempi ermöglichten ihm die Gestaltung ausdrucksvoller musikalischer Bögen. Hier, wie auch in den vier Balladen op.10 von J. Brahms zeigte er bereits seine Stärken: Über dem bei einem solchen Wettbewerb als selbstverständlich vorausgesetzten technischen Können lag in seinem Vortrag eine für so einen jungen Pianisten außerordentliche Reife und musikalische Durchdringung, die erstaunte.

Souverän ins Finale

Neben fünf anderen Teilnehmern erreichte Alexej Gorlatch das Semifinale. Mit großem Einfühlungsvermögen arbeitete er die diffusen Klangräume des schwierigen Auftragswerks »Milking darkness« von Lea Auerbach heraus. Dann spielte er mitreißend lebendig Mozarts Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 456: Mit wunderschönen Phrasierungen und hoher Anschlagskultur bezauberte er im Herkulessaal das Publikum, das ihn dann später für seine Leistung auch noch mit dem Publikumspreis belohnte.

Fast keine Überraschung mehr: Alexej stand im Finale – und am Ende als 1. Preisträger auf dem Siegertreppchen! In seiner Interpretation von Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37 bewies er noch einmal, wie wunderbar er Klänge auszuloten verstand, wie viel Poesie er in sein Spiel legen konnte. Wieder fiel seine Souveränität auf, sein kraftvolles, aber nie donnerndes Spiel, das immer Raum für intime Momente ließ – was er auch in der brillant gespielten Kadenz zeigte. Sowohl das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wie auch das Publikum waren von seinem Vortrag begeistert.

Dass Alexej Gorlatch so ganz ohne Posen an seinem Instrument auskam, vielmehr sympathisch bescheiden und liebenswürdig auftrat, rundete das positive Erscheinungsbild des jungen Künstlers auch menschlich auf das Schönste ab.

Angela Stepan
Maria Schottenhamel

Sonderpreis 2010 für die Flötistin Daniela Koch

Mehr als 200 Musiker zwischen 17 und 29 Jahren aus 40 Ländern nahmen am Musikwettbewerb teil und spielten in den Kategorien Flöte, Violoncello, Horn und Klavierduo um die Wette.

Die Flötistin Daniela Koch, in Österreich 1989 geboren, gehörte mit 20 Jahren zu den ganz jungen Teilnehmern.
Bereits in der 1. Runde, die bei den Musikern als die Schwierigste gilt – wegen der in kurzer Zeit zu interpretierenden, stilistisch sehr unterschiedlichen Werke aus mehreren Epochen – fiel sie durch ihre enorme Vielseitigkeit auf und ihre Souveränität, wie sie mit der Wettbewerbssituation zurechtkam.
Mit ihrem strahlenden, weichen, vibrierenden Ton, den sie reich zu modulieren versteht, spielte sie sich in die Herzen des in allen Durchgängen zahlreich erschienenen Publikums und überzeugte mehr und mehr die Mitglieder der Jury.

Im Konzert für Flöte und Orchester D-Dur KV 314 von W.A. Mozart, das sie als Solistin ohne Dirigenten zu meistern hatte, überraschte sie mit eigenen, sehr schönen Kadenzen. Scheinbar unbekümmert spielte sie Mozart stilistisch vollkommen sicher, als Solistin immer mit souveränem Blick auf das Ganze.

Eine Herausforderung besonderer Art für alle Kandidaten bedeuten immer die „Pflichtstücke“ – Auftragswerke, die der Bayer. Rundfunk in jedem Jahr für die aktuellen Wettbewerbskategorien an Komponisten vergibt. Hier kommt es allein auf die eigene Interpretation an, auf das eigene Verständnis, mit dem unbekannten und daher nirgendwo zu hörenden Werk klarzukommen.
Für die Flöte war es ein Werk von Bruno Mantovani, mit vierteltöniger Melodik, mit rhythmischen Tonrepetitionen hoch virtuos – die Flöte darf fauchen und zischen – Daniela Koch spielte das Stück rasant schnell, technisch hervorragend, rhythmisch prägnant und locker im Staccato – hell flirrend wie Vogelstimmen: der Jubel für diese Leistung war groß.

Und just an ihrem 21. Geburtstag erspielte sie sich – als Jüngste aller diesjährigen Preisträger – im Finalkonzert mit dem 1954 komponierten Flötenkonzert von Jindrich Feld, das bei weitem nicht nur mit rhythmisch außerordentlichen Schwierigkeiten gespickt ist, den hoch verdienten 2. Preis – welch wunderbares Ergebnis für eine junge Musikerin bei fünfzig Konkurrentinnen und Konkurrenten aus aller Welt!

„Die Österreicherin spielte das Konzert inspirierter, besser und schöner als das Stück komponiert ist…“ war in der SZ vom 7. November zu lesen – gibt es ein schöneres Lob für eine junge, am Anfang ihrer Karriere stehenden Künstlerin?

Krista Pfleiderer